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Die Geschichte der Feuerwehr Buttenwiesen

Die Geschichte der Feuerwehr Buttenwiesen beginnt bereits 1861, als in einer Nacht vier Häuser in der Gemeinde brennen. Das komplette Dorf hilft in dieser Nacht zusammen und versucht mit einer Kette von Wassereimern und einer alten Handspritze aus dem Jahr 1809 das Schlimmste zu verhindern. Dieser und weitere Brände machen einer Gruppe Männern klar, dass man organisierter gegen das Feuer vorgehen muss. 


So wird am ersten Sonntag im September 1863 die Freiwillige Feuerwehr mit folgenden Mitgliedern gegründet: 

1. Vorstand: Michael Knies (Bäckermeister), Kommandant: Anton Leichtle (Hafnermeister), Kassierer: Georg Gartner (Ökonom) sowie Wendelin Kratzer (Maurermeister) und Alois Massarani (Maler / Musiker)


Der Beginn ist beschwerlich, da kaum finanzielle Mittel zur Verfügung stehen und die Buttenwiesener Bürger noch skeptisch gegenüber der neu gegründeten Wehr sind. Doch schon 1870 kann sich der Zusammenschluss beweisen, indem sie bei einem Brand des Wortelstettener Kirchturms die Kriche und den Turm vor der Vernichtung bewahren. Durch diesen und weitere Einsätze erwirbt sich die Feuerwehr nach und nach immer mehr Anerkennung. Dies zeigt sich auch durch die 1873 gestiftete Fahne der Frauen und Jungfrauen. 


Ein weiteres Zeichen des Erfolgs der jungen Wehr ist am 25. Jubiläum, denn ihre Vorführübung wird durch den königlichen Regierungsrat aus München als musterhaft ausgezeichnet. 


Zur Jahrhundertwende zählt die Gemeinde Buttenwiesen 172 Wohngebäude und 826 Einwohner, davon sind bereits 86 Männer in der aktiven und 26 in der passiven Wehr.  


Zur selben Zeit wird durch den Staat Bayern die Verordnung zu einer Pflichtfeuerwehr verabschiedet. Nun müssen alle 18 bis 55-jährigen Männer dort ihren Feuerwehrdienst leisten. 


Im Jahr 1910 wird von der Gemeinde der erste Hydrant aufgestellt. 


Während des ersten Weltkriegs sind 64 Feuerwehrmänner im Kriegsdienst. Doch schon 1926 umfasst der Verein wieder 147 aktive und 21 passive Mitglieder. 


Durch den Bau einer Hochdruckwasserleitung im Jahr 1934 werden die Bedingungen für die Feuerwehr maßgeblich verbessert, da nun aufgrund des hohen Wasserdrucks auf die alte Spritze verzichtet werden kann. 


Im Jahr 1939 tritt die Verordnung in Kraft, welche jüdischen Mitbürgern die Angehörigkeit einer freiwilligen Feuerwehr verbietet. 

Dies ist ein großer Schlag für Buttenwiesen, da Juden von Beginn an eine wichtige Rolle in der Vereinsgeschichte einnahmen. Sie unterstützten die Wehr tatkräftig durch ihre Mitarbeit und finanziellen Mittel. 


Erneut muss die Feuerwehr auf einen großen Teil der Mannschaft verzichten, als der Zweite Weltkrieg ausbricht. Um den personellen Engpass zu schließen werden heranwachsende Jungen an den Geräten eingewiesen. 


Nach dem Krieg im Jahr 1946 haben sich die Mitgliederzahlen auf 41 Aktive und 29 Passive verkleinert. 


Zum 90-jährigen Gründungsfest bekommt die Feuerwehr eine Motorspritze. Kurze Zeit später wird die Alarmsirene auf dem Rathausdach installiert, die die Alarmierung der Feuerwehr durch Feuerrufe, Glockengeläut und Trompetensignale überflüssig machte. 


1959 wird durch die Gemeinde eine leistungsfähige Motorspritze vom Typ TS8 erworben. Im selben Jahr kauft der Verein einen Gerätewagen. Im Jahr 1964 erhält die Wehr ein Feuerwehrauto. Nur 14 Jahre später wird dieses durch ein Tanklöschfahrzeug ersetzt.


Die Geräte standen bis zum Bau des heutigen Feuerwehrhauses im Jahr 1990 im Gemeindestadel beim ehemaligen Kino. 

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